Was ist Barbershop?
Der vierstimmige A-cappella-Gesang ist in den amerikanischen Friseursalons
entstanden. Was zunächst als Improvisation begann, ist inzwischen
in den USA längst zu einem Teil der amerikanischen Kultur geworden.
Barbershop wird immer vierstimmig und entweder mit Frauen oder
mit Männern gesungen. Die Barbershopmusik wird frei präsentiert,
also immer ohne Notenblätter.
Es gibt vier verschiedene Stimmlagen in der Barbershopmusik:
Die Tenorstimme liegt über der Leadstimme und bringt Leichtigkeit
und Helle in das Ensemble.
Die Leadstimme ist die Führungs- bzw. Melodiestimme und liegt
im mittleren Tonbereich.
Der Bariton singt im Tonspektrum der Leadstimme, immer ein wenig
darüber oder darunter, und erzeugt damit das "Gänsehautgefühl"
der Barbershopmusik.
Die Basstimme sorgt für ein kräftiges und solides Fundament,
mit starker Verantwortung für die Rhythmik.
Kennzeichnend für Barbershop-Sätze
ist außerdem das Stilmittel der Ausschmückungen ("embellishments")
durch drei Stimmen, wenn ein Ton von der vierten Stimme gehalten
wird. Die zum Teil ausschweifende und harmonisch anspruchsvolle
Ausschmückung eines gehaltenen Schlusstones eines Satzes
nennt sich "Tag". Die Tags sind manchmal so stark ausgearbeitet,
dass sie als eigenständige, kurze "Stücke"
in der Barbershop-Szene mündlich tradiert kursieren und auch
als eigenständige Noten vorliegen. Bei manchen Tags ist sogar
nicht mehr zuzuordnen, zu welchem Stück sie einmal gehört
haben, viele sind Eigenkompositionen.
Weitere Informationen über Barbershop gibt es auch unter
www.wikipedia.de.
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